Weihnachtsmann – Ostsee – finnische Schären – letzte Etappe in Finnland

Ab nun wieder in südliche Richtung

Wir sind ca. 300 km von der finnischen Grenz entfernt. So machen wir uns auf den Weg nach Alta, wo wir unsere Vorräte auffüllen. Hier befindet sich die einzige Gastankstelle im Norden, wir können unseren LPG-Tank füllen. Die Reise geht dann durch sehr dünn besiedeltes Gebiet der Samen.

Entlang des Altaelva, der sich immer wieder verzweigt, entlang an Seen, Flüssen und Stromschnellen.

Stromschnellen bei PIKEFOSSEN

Übernachtungsplatz am See bei Kautokeino

Am 12. 07. Überqueren wir wieder die Grenz nach Finnland.

Einen recht interessanten Einblick in das Leben der Menschen dieser Gegend bietet das Infocenter von Enodak. Von hier fahren wir weiter durch den NP-Pallas-Yllästunturi, nach Sirkka/Levi (530 m), was wir vom Wintersport kennen.

Übernachtungsplatz nähe Levi

 

ROVANIEMI ist seit 1938 die Hauptstadt der Provinz Lappland und liegt fast genau auf dem Polarkreis. Das damalige alte Holzhausstädtchen existiert seit dem zerstörerischen Rückzug der deutschen Armee nicht mehr. Heute ist Rovaniemi der wirtschaftliche und mit Universität, Theater, Museen und Forschungsinstitutionen ausgestattet Mittelpunkt Lapplands.

ARKTIKUM, dieser auffällige Komplex beherbergt das Arktiszentrum, in dem das Leben und die Kultur arktischer Völker, wie der Inuit oder sibirischer Stämme, illustriert wird. Aber auch die Entdeckung der nordpolaren Region sowie deren Natur und Geologie. Außerdem ist im Arktikum das Lappländische Provinzmuseum untergebracht. Es zeigt die Entwicklung der Region von prähistorischen Zeiten bis heute und die Bedeutung von Rentierhaltung.

Wissenschaftszentrum PILKE. Die nordischen Wälder und deren Nutzung und Beziehung zu den Menschen sind das Thema in diesem modernen Neubau, hinter dem die finnische Forstverwaltung steht.

Zum POLARKREIS und zum WEIHNACHTSMANNDORF. An dieser Stelle quert die E75 den Polarkreis. Hier ist touristisch viel los. Souvenirläden, Poststube für die Weihnachtspost, Buchladen, Restaurants und Fototermine mit dem Weihnachtmann.

 

Deutscher Soldatenfriedhof in der Nähe von Romaniemi

Zum Nachdenken:

„Wer an Europa zweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen. Dort kann man sehen, wozu das Nicht-Europa, das Gegeneinander der Völker, das Nicht -Miteinander-Wollen, das Nicht- Miteinander-Können, führen muss“

(Jean- Claude Junker)

 

KOITELI bei KIIMINKI, die besonderen Werte des Gebietes beruhen auf den Flussufern, Stromschnellen, Inseln, Stränden und den Besonderheiten der Natur.

Campingplatz in Muhos

VAASA – Replot Brücke, Stolz der finnischen Architektur

FELDSTEINKIRCHE bei Vexala besitzt die älteste Orgel in Finnland

 

Fattiggubbe, Bettlerfigur aus Holz mit Spendenschlitz

STUNDARS HEIMWERKERDORF IN SOLF.

Das Freilichtmuseum Stundars, 1938 gründete der Volksschullehrer Gunnar Rosenholm den Museumsverein, aus dem das Museum hervorging. Rosenholm war ein Sammler von Volksartefakten und begeisterte die Anwohner für die Einrichtung eines Museums. In der Gegend wurden zahlreiche Gebäude aus der Umgebung und Vaasa gesammelt, die im Stil der frühen 1900er Jahre dekoriert sind. Dort befindet sich unter anderem das Haus des Schriftstellers Jarl Hemmer, das Ende der 1970er Jahre von Vaasa nach Stundars verlegt wurde.

Stadt PORI

RAUMA liegt am Ostufer des Bottnischen Meeres. Die Stadt liegt 49 Kilometer entfernt von Pori und 94 Kilometer Nördlich von Turku.

Sie ist eine einsprachige finnisch-sprachige Gemeinde.

Rauma ist UNESCO- Welterbestätte. Die Altstadt von Rauma, das größte zusammenhängende und gut erhaltene Gebiet alter Holzhäuser in den nordischen Ländern, ist ein pulsierendes und schönes Stadtzentrum, voller Museen, Geschäfte, Restaurants und Häuser.

SCHÄRENRINGSTRASSE bei TURKU

Turku vorgelagert ist eine beeindruckende Inselwelt. Unsere Runde begannen wir in Laupunen nach Inlö, Mossala, Houtskan, Karpoo, Nauvo, Pargas bis Kaarina. Die Runde sind ca. 200km Straße und Wasserweg mit 8 Fähren und vielen Brücken. Die Erwartungen von uns wurden nicht erfüllt. Die Straße führt inmitten der Inseln von einem Fährhafen zum anderen. Man hat kaum eine Möglichkeit ans Wasser zu kommen oder mal unbezahlt stehen zu bleiben. Alles in privater Hand. So erledigten wir die Runde in 24 Stunden.

TURKU (Schwedisch) Åbo, ist die größte Stadt in Südwestfinnland und das Provinzzentrum von Südwestfinnland. Es befindet sich an der Mündung des Flusses Aura an der Küste des Schärenmeeres. Die Einwohnerzahl der Stadt betrug 197.917 Menschen zum 31. Dezember 2022 und ca. 337.000 in der Subregion Turku. Damit ist Turku die sechstgrößte Gemeinde Finnlands in Bezug auf die Einwohnerzahl und das drittgrößte städtische Gebiet.

Turku gilt traditionell als Finnlands Tor zum Westen. Die Stadt, die an der Mündung des Flusses Aura entstand, war schon immer eine bedeutende Handelshafenstadt. Es gibt eine regelmäßige Passagierfähre vom Hafen von Turku nach Mariehamn und Stockholm. Im Jahr 2011 war Turku zusammen mit der estnischen Hauptstadt Tallinn Kulturhauptstadt Europas.

MARKTPLATZ

BIBLIOTHEK

Die ältesten Gebäude im Stadtbild von Turku sind die mittelalterliche Kathedrale von Turku und die Burg von Turku.

DER DOM VON TURKU gilt als Nationalheiligtum Finnlands und ist eines der bedeutendsten historischen Gebäude Finnlands. Aufgrund der langen Bauzeit repräsentiert der Dom nicht nur einen Stil, sondern ist unter anderem eine Mischung aus romanischen, gotischen und neugotischen Stilen. Mehr als tausend Menschen besuchen täglich die Kathedrale.

 

DAS ZENTRUM VON TURKU liegt entlang des Flusses Aura. Das Flussufer ist vor allem im Sommer ein beliebter Aufenthaltsort und ein bedeutender Teil des Stadtbildes von Turku. Im Stadtzentrum wurden an den Ufern des Flusses Aura Steinmauern errichtet, die in der dunklen Jahreszeit beleuchtet werden. Zwischen der Tuomaa-Brücke und der Dombrücke, wo keine Wälle an den Ufern des Flusses errichtet wurden, ist es möglich, den Fluss von einem im Frühjahr 2007 fertiggestellten Holzwanderweg auszuerkunden.

DAS QWENSEL-HAUS ist das älteste Holzhaus in Turku. Das alte bürgerliche Haus liegt am Ufer des Flusses Aura im Zentrum von Turku. Es wurde um 1700 im Stadtplan von 1652 auf einer dem Adel vorbehaltenen Fläche errichtet. Das Haus war das Wohnhaus von Wilhelm Johan Qwensel.

Es gibt mehrere Hofgebäude in Verbindung mit dem Gebäude.

Das Qwensel-Haus beherbergt heute das Apothekenmuseum und das Café.

DAS FORUM MARINUM ist das nationale Schifffahrtsmuseum und das Museum der maritimen Verteidigung und das funktionale maritime Zentrum. Es befindet sich entlang des Flusses Aura in den alten Osuuskauppa- und staatlichen Lagergebäuden in der Nähe des Hafens von Turku. Das Museum entstand durch den Zusammenschluss des 1977 gegründeten Schifffahrtsmuseums Turku und des 1936 gegründeten und 1999 eröffneten Museums für Maritime Geschichte der Åbo Akademi Universität. Das Forum Marinum beherbergt immer noch die Abteilung für Seefahrtsgeschichte an der Åbo Akademi Universität.

DIE BURG TURKU ist eine kulturhistorische Touristenattraktion, die über 700 Jahre alt ist. Die Museumstätigkeit im Schloss begann bereits 1881, als das Historische Museum der Stadt Turku dort seine Tätigkeit aufnahm. Die Burg wurde in den ersten Tagen des Fortsetzungskrieges im Juni 1941 bei Bombenangriffen schwer zerstört  und die nach dem Krieg begonnene Restaurierung des Schlosses unterbrach lange Zeit den Museumsbetrieb. Die Reparaturen am Schloss wurden 1961 abgeschlossen und das Schloss wurde wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die meisten Räume des Schlosses sind in ihrem ursprünglichen Aussehen restauriert worden.

 

Die letzten Tage in Finnland verbrachten wir gemütlich auf Plätzen in den Schären westlich von Helsinki.

Auf der Halbinsel nach Hanko bei Ekenäs mitten im „Heidelbeerwald“,

Viele Wanderwege zu kleinen Sandstränden und zur historischen Dagmar Quelle

 

Bei Kirkkomummi auf der Halbinsel zu den Schären bei Porkkala.

 

Die Rundreise endet am 30.07. in Helsinki mit der Fähre zurück nach Estland.

Route: Alta – Finnische Schären

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1gu9k3c-ZTvtEDi7aGckZ1ooS2OcqBqc&usp=sharing

Route: Finnische Schären – Helsinki Fährhafen

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1zXC4c-aWgMwIBMr7vaPC0iDdpz1MSOM&usp=sharing

 

Norwegens Eismeerküste – Von Grense Jakobselv an der Barentssee nach Hammerfest am Nordmeer

Unterwegs im nördlichsten Teil NORWEGENS – die FINNMARK

Das von Taiga und Tundra geprägte „Land am Ende der Welt“ ist die einsamste Region Europas, ist raue Wildnis und zugleich die größte zusammenhängende Fläche Natur unseres Kontinents. Es ist das Kernland der Samen, die hier noch heute teilweise von der Rentierzucht leben.

Die Haupterwerbszweige sind heute der Fischfang und der Tourismus.

Wir bereisten das Land von der finnisch, russischen Grenze am Varangerfjord bis Alta am Altafjord und von dort wieder südlich zurück nach Finnland.

Bei Neiden überquerten wir die Grenz nach Norwegen. Am Fluss Skoltefos war gerade der Beginn des KÄPELAFISK- Lachsfang (spezielle Netzfischerei), den wir gleich miterleben durften. Den 1. Lachs bekamen wir sozusagen als Begrüßungsgeschenk.

Unser Weg führte uns an die russische Grenze (geschlossen) und hoch nach Grense Jakobselv mit dem 1. Übernachtungsplatz an der Barentsee.

Kirche Oskar II

Am Grenzflüsschen entlang.  Am gegenüberliegenden Ufer stehen die rot/grün gestreiften russischen Grenzpfahle.

 

Video: Grenzstraße Norwegen Russland

KIRKENES ist der nördliche Wendepunkt der Hurtigruten – Schiffe. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt vollkommen zerstört. Sie war durch die riesigen Erzvorkommen und die strategisch bedeutende Lage ein ständig umkämpfter Punkt auf der Landkarte.

Andersgrotte – Bergwerksstollen der während der Luftangriffe der Bevölkerung Schutz bot.

Auf der Voranger Halbinsel entlang dem Vorangerfjord nach Hamningberg. Immer wieder wechselnde Landschaft, Steinformationen in verschiedenen Farben mit kleinen Ansiedlungen/ Fischerdörfern und natürlich Rentiere immer und überall.

 

Video: Fahrt am Vorangerfjord

Video: Flight over the Fjord

VARDO liegt auf einer Insel, die man durch einen Unterwassertunnel erreicht.

Die Festung Vardøhus, norwegisch Vardøhus festning, ist die nördlichste und östlichste Festung Norwegens. Sie wurde von König Håkon V. um 1300 auf der Insel Vardøya errichtet. Sie diente der Wahrung der norwegischen Interessen an der Nordostpassage

EKKEROY Möwenkolonie der man ins Nest schauen kann.

Video: Möwenkolonie

Von Tana Bru über das IFJORD -FJELL.  Auf der „ARKTISCHEN ROUTE“ oder „EISMEERSTRASSE“ 211 km Highway in die Einsamkeit. Diese  kann nur von Juni bis Mitte September befahren werden  Am Tanafjord geht’s steil hoch auf das arktische Ilfordfell, dessen Schneefelder nicht mal im Sommer ganz verschwinden, zum zerklüfteten Borselvfells, in unwirkliche Steppenlandschaft zum Porsangerfjord, gibt`s gerade mal ein Dörfchen.

 

Bei Ilfjord machten wir bei Traumwetter einen Abstecher hoch zur NORD KINN Halbinsel. Wir fuhren hoch zum nördlichsten Punkt Europas, den man mit dem Auto auf dem Festland erreichen kann.

Beim nördlichsten Leuchtturm verbringen wir eine Nacht und laufen natürlich auch durch die Tundra Landschaft. Immer und überall werden wir von verschieden Vögeln begleitet oder auch mal angegriffen, wenn wir ihren Gelegen zu nahe kommen.

GAMVIK mit Museum in der alter Fischfabrik

 

MEHAMN Stellplatz mit toller Aussicht und verfallenen Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg.

Kurz vor Ilford besichtigten wir noch eine Königskrabben Firma. Diese kaufen die Krabben von den Fischern, sortieren sie und verschicken sie, in Wasserbehältern, lebendig, in die ganze Welt.

SILVAR – CANYON

Am Porsangerfjord

zu den versteinerten Trollen bei TROLLHOLMEN. Die Traumgestalten der norwegischen Kinderzimmer, verwandelt in bröseliges Dolomitgestein, verwittert von Wind, Wasser und Frost.

Ab nach HAMMERFEST

Lachs fischen bei Kvalsund- Kvalsundbrücke.

HAMMERFEST nördlichste Stadt der Welt, 100km nördlich vom Polarkreis. Auch diese Stadt wurde im 2. Weltkrieg vollkommen zerstört.

Meridiansäule, errichtet zur Erinnerung an die erste genaue Vermessung des Erdballs, durch den Astronomen W. Struve 1844-1852.

Meridianbogen oder kurz Struve-Bogen

Hafen mit Hurtigruten Schiff

Blick auf die Stadt vom Aussichtsberg Salen

Übernachtungsplatz in Forsöl

Das Wetter war zu verlockend und so entschieden wir uns doch noch die 170 km zum NORDKUP hochzufahren.

Entlang des Porsangerfjord immer wieder traumhafte Fotomotive.

Das NORDKUP liegt auf einer Insel, die man durch einen Unterwassertunnel von 6,8 km, 212 m unter dem Wasser, erreicht.

Es geht dann im stetigen auf und ab, durch Felslandschaft mit Flechten, Moosen und Rentieren zum nördlichsten Punkt unserer Reise. Jede Kehre bietet neue überwältigende Aussicht auf diese grandiose Landschaft.

Bei Traumwetter, 24 Stunden Sonnenschein, 10°-14° und nur einem leichten Lüfterl verbrachten wir unvergessliche Stunden.

Video: Nordkap von oben

Nun aber endgültig wieder Richtung Süden. Mit einem letzten Übernachtungsstopp im Porsangerfjord und nochmals einer Portion Frischfisch machten wir uns auf den Weg zurück nach Finnland.

Fahrtrouten:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=16NPnlwooiZaLwkWRVOjB2nSo_tvdUBs&usp=sharing

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1YVJp8KzRVMGkqZhJTo2Wb0zk1eea29A&usp=sharing

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1p30PPYiBTaYgmmyXlbcF7MhB6Rnm0TU&usp=sharing

 

Lappland – Finnlands wunderschöner Norden

Über den Polarkreis – Lappland

Lappland ist Finnlands nördlichste Region, die an Schweden, Norwegen, Russland und die Ostsee grenzt. Es ist dünn besiedelt (1,8 EW je km² ) und bekannt für seine subarktische Wildnis, seine Skigebiete und Naturphänomene wie die Mitternachtssonne und das Nordlicht. Die Hauptstadt Rovaniemi bildet das Tor zur Region. Das Siedlungsgebiet der Samen, das sich weit in die Nachbarländer erstreckt, hat seinen Mittelpunkt im hohen Norden. Km

Wir reisten erstmal nördlich weiter (Rovaniemi werden wir bei der Rückreise besuchen) und streifen dabei den NP Pyhätunturi in dem man im Sommer ausgedehnte Wanderungen auf baumlosen Hügeln unternehmen kann. Im Winter ist es ein großes Skigebiet.

Es begleitet uns der Fluss Kitinen mit einigen Staukraftwerken und Stauseen.

In Sodankylä: die alte Kirche, eine der ältesten Holzkirchen Lapplands (1689 erbaut) und die Neue Kirche, Steinbau von 1859

Die Mitternachtssonne genießen wir  im vollen Umfang am Berg Kaunispää mit 437 m Höhe. 24 Stunden Sonnenschein mit 360° Rundumsicht, Tundra Landschaft mit riesigen Rentierherden.

Kurz vor Inari klettern wir noch den Bärenhöhlenstein über 450 Stufen hoch.

Wir fahren dann in Inari nur durch weiter zum NP Lemmenjoen, wo wir mal einen gemütlichen Tag am Fluss verbringen.

Der Park ist der Größte NP Finnlands und der unberührteste. Man kann ihn ein Stück mit einem Boot  bis zu Goldgräberstätten erkunden oder zu Fuß in verschieden langen Wanderungen oder mehr Tages Etappen. Wir entschlossen uns für den 6 km Naturlehrpfad.

1 Nacht verbrachten wir auf einem netten Campingplatz am See: Wäsche waschen, Kochen, Brot backen, …..aber leider auch Millionen von Gelsen, die uns nun schon Tage lang verfolgen.

INARI ist das finnische Zentrum der Sami

Zurück in Inari erkundeten wir mal den Ort und suchten uns das Hotel Inari . Wir kommen ja im Winter nochmals, um die Polarlichter zu sehen. Da werden wir dann auch das Kulturzentrum und das Museum besichtigen.

Wir nutzten den Tag  für eine Schiffstour am Inari See, das wird ja im Winter nicht möglich sein.

Der See ist der drittgrößte See Finnlands und deckt eine Fläche von 1.084 km² Der arktische Wildnis See besitzt mehr als 3.300 Inseln und die Uferlinie beträgt über 3300km. Für die Samen gibt es am See viele heilige Stätten z.B. der Ukonkivi (Stein de Ukko) auf der Insel Ukonsaari. Er ist für die Samen ein spirituell und Kulturell bedeutender Ort.

Nach der Schiffsfahrt machten wir uns noch auf den Weg (130km) Richtung norwegischer Grenze.

Auf in den Norden – den Rentieren entgegen

Ein Stück auf den Spuren des Königsweg-Ost

Nach 3 Tagen verabschieden wir uns von Helsinki und besuchen an der Küste das Städtchen PORVOO. Auf steilen Gassen mit groben Feldsteinen kann man durch das malerische Städtchen, vorbei an kleinen Lädchen und Boutiquen und Handwerksbetrieben schlendern. Im Naturhafen, der Mündung des Porvoonjoki, wurde bereits im Jahr 1200 reger Handel betrieben.

Eine malerische Idylle in Rot: „die Speicherhäuser von Porvoo“

Im Zentrum der Altstadt erhebt sich, als einziges aus dem Mittelalter erhaltene Gebäude, der heute weiß gekalkte Dom mit einem herrlichen Backsteingiebel. Der Glockenturm steht abseits der Kirche.

Wintersportort Lathi

LAHTI, bekannt als Wintersportzentrum liegt am zweitgrößten und 104 m tiefen See Päijänne. Wir besuchten das Sportzentrum mit den 3 Sprungschanzen. Von der großen Sprungschanze mit 113 m Höhe hat man einen großartigen Rundblick über die Stadt, den See und weit ins Land. Für sportlich Aktive gibt es das ganze Jahr hindurch Angebote: Loipen, trimm dich Pfade, Radwanderwege und unterhalb der Sprungschanze ein schönes Freibad.

Immer wieder fanden wir schöne Übernachtungsplätzchen in der scheinbar endlosen Natur Finnlands.

 

Durch die Seenplatte Finnlands, durch Kiefern- und Birkenwälder und Seen ohne Ende.

 

Im NP RUUNAA, bei Lieksa, verbringen wir 2 Tage/Nächte. Wir laufen die Wanderwege am Fluss Lieksanjoki entlang den man auch mit Rafting Booten befahren könnte- Stromschnellen!!! Gerhard versucht es immer wieder mal mit Fischen, leider kein Anglerglück. Bei einem netten Plätzchen verbringen wir dann eine Nacht mit Lagerfeuer. Die Sonne geht nun nicht mehr unter.

Bei der Mittagspause nach Kuhmo am See, geht Gerhard fischen und so nebenbei gibt’s dann für nächsten Tag einen Hecht.

Sind nahe an der russischen Grenze und treffen da  immer wieder an Monumente und Denkmäler, die an den Winterkrieg 1939/40 erinnern. Finnland hatte sich erfolgreich gegen den Einmarsch Russlands gewehrt. Bei Sudmussalmi gibt’s ein Museum mit Freigelände das an die Kämpfe dieses Krieges erinnert.

 

Das Stille Volk“ fast 1000 lebensgroße Figuren mit Köpfen aus Grassoden und in Kleider gewandet, die im Wind wehen. Der Vater des Ganzen, der Künstler Reijo Kela. Er überlässt die Deutung des Werkes dem Betrachter.

 

Im naturgeschützten, nationalen Wandergebiet HOSSA durchstreiften wir dann bei 2 sehr schönen Wanderungen (8km + 14 km) die Wälder und umrundeten einen See. Es gibt immer wieder schöne Picknickplätze mit Feuerstellen/Feuerholz und Hütten zum Übernachten. Unterwegs sichteten wir auch Rentiere. Wir verbrachten dort mal 1 Nacht am Campingplatz, aber auch das freie Übernachten bei Plätzen, die man mit dem Auto erreicht, ist meistens kein Problem.

Flug über die Seenlandschaft vom Hossa Wandergebiet

OULANGO NP, dieser ist sehr bekannt durch die 82 km lange Wanderung „Bärentrail“. Dieser stammt aus der Zeit, als der Postmann noch zu Fuß unterwegs war.  Viele marschieren diese Strecke in 4 Tagen, bepackt mit allem, was man in dieser Zeit benötigt. Wir erwanderten die kleine Bärenrunde mit 12 km. Sehr schön mit vielen Holzstufen, Wasserfall, Seen und einer Aussichtsplattform die man über 280 Stufen erklimmt.

Patoniva Stromschnellen

 

Nun geht’s über den N- Polarkreis (N 66°33`46″) nach Lappland ins Land der Samen 

Route in den Norden

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1xlwhAdyZndGQooYBW762bwF83s-ESFk&usp=sharing

 

Helsinki – Die Hauptstadt am Finnischen Meerbusen

Donnerstag, der 09.06.2023 . Wir sind in Finnland angekommen

Gestartet wird dann gleich mal in der Hauptstadt Helsinki.

Helsinki wird als „Tochter der Ostsee“ oder „Perle der Ostsee“ bezeichnet und liegt an der Spitze einer Halbinsel und auf 315 Inseln. Die Innenstadt liegt auf einer südlichen Halbinsel, Helsinginniemi („Kap von Helsinki“)

Sie ist die bevölkerungsreichste Stadt Finnlands,  liegt am Ufer des Finnischen Meerbusens und hat 665.558 Einwohner. Das Stadtgebiet der Stadt hat 1.268.296 Einwohner, was es zum mit Abstand bevölkerungsreichsten Stadtgebiet Finnlands sowie zum wichtigsten Zentrum des Landes für Politik, Bildung, Finanzen, Kultur und Forschung macht.

Sie wird oft als die einzige Metropole Finnlands bezeichnet und ist mit über einer Million Einwohnern die nördlichste Metropolregion der Welt sowie die nördlichste Hauptstadt eines EU-Mitgliedstaats. Helsinki ist nach Kopenhagen und Stockholm die drittgrößte Gemeinde in den nordischen Ländern. Finnisch und Schwedisch sind beide Amtssprachen. Die Stadt wird vom internationalen Flughafen Helsinki bedient, der sich in der Nachbarstadt Vantaa befindet und häufig zu vielen Zielen in Europa, Nordamerika und Asien angeflogen wird.

Helsinki war Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1952 und Gastgeber des 52. Eurovision Song Contest im Jahr 2007.

Die Stadt wurde am 12. Juni 1550 auf Befehl von König Gustav Wasa an der Mündung des Flusses Vantaanjoki an der Stelle von Forsby oder dem mittelalterlichen Dorf Koskela gegründet. Die Stadt sollte als Handelsstadt mit Tallinn konkurrieren, und der König befahl den Bürgern von Porvoo, Ekenäs, Rauma und Ulvila, nach Helsinki zu ziehen. Auf der Insel zwischen den Mündungen des Flusses wurde 1551 ein königliches Herrenhaus errichtet und 1553 eine Kirche in der Stadt gebaut. Schweden eroberte jedoch 1561 Nordestland und Tallinn, was das Interesse des Königs an Helsinki verringerte. Helsinki erhielt 1617 die Grundrechte, aber die Stadt blieb klein und bescheiden, mit nicht mehr als ein paar hundert Einwohnern in den 1640er Jahren.

Die Bedeutung begann zu wachsen, als 1748 mit dem Bau der Festung Suomenlinna vor der Stadt begonnen wurde.

 

Wir besorgen uns eine 72 Stunden „Helsinki Card“, die wir so richtig genützt haben.

Architektur in Helsinki

Modernismus, Funktionalismus und die größte Konzentration von Jugendstilgebäuden in Nordeuropa machen Helsinki zu einer bedeutenden Stadt der Architektur…

Kanaltour mit dem Schiff

Bahnhof Helsinki

Die Temppeliaukio-Kirche – Felsenkirche, die direkt in den Fels gehauen wurde, befindet sich im Herzen von Helsinki. Aufgrund ihrer besonderen Architektur ist die 1969 fertiggestellte Kirche eine der Hauptattraktionen in Helsinki. Der Kirchensaal ist mit einer Kuppel bedeckt, mit Kupfer ausgekleidet und auf den Felswänden von Stahlbetonbalken gestützt. Die Innenwände bestehen aus zerklüftetem Fels und Bruchsteinmauern. Noch vor Mittag breitet sich das Licht von der Fensterreihe, die den Dachrand umgibt, auf die Altarwand aus, wo eine eiszeitliche Felsspalte als Altarbild dient.

Die Kathedrale von Helsinki von Carl Ludvig Engel, die sich auf der Nordseite des Senatsplatzes erhebt, ist Schauplatz nationaler und akademischer Festgottesdienste und eine der beliebtesten Touristenattraktionen. Die Kirche ist Teil von Helsinkis Zentrum der Empire-Ära und ein Wahrzeichen für diejenigen, die auf dem Seeweg anreisen. Es ist zum Symbol von ganz Helsinki geworden. Die heutige Hauptkirche der Diözese Helsinki, die früher St.-Nikolaus-Kirche und Große Kathedrale genannt wurde, wurde 1852 fertiggestellt. Skulpturen der zwölf Apostel bewachen die Stadt vom Dach der Kirche aus.

Uspenski-Kathedrale oder Mariä-Entschlafens-Kathedrale ist die Hauptkirche der orthodoxen Gemeinde Helsinki sowie die Kathedrale der Diözese Helsinki und des orthodoxen Erzbistums von Finnland. Die Kirche aus rotem Backstein befindet sich im Zentrum von Helsinki auf dem Katajanokka-Felsen. Die Uspenski-Kathedrale ist die größte orthodoxe Kirche in Nord- und Westeuropa.

Das Olympiastadion von Helsinki war das Zentrum des Geschehens während der Olympischen Sommerspiele 1952.Helsinki wurde zum Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1940 gewählt, die jedoch aufgrund des Zweiten Weltkriegs abgesagt wurden. Stattdessen war Helsinki Gastgeber der Olympischen Sommerspiele 1952. Die Olympischen Spiele waren symbolisch und wirtschaftlich ein Meilenstein für Helsinki und Finnland als Ganzes, das sich vom Winterkrieg und dem Fortsetzungskrieg mit der Sowjetunion erholte. Helsinki war 1983 auch die erste Stadt überhaupt, in der die Leichtathletik-Weltmeisterschaften ausgetragen wurden. Helsinki war auch 2005 Gastgeber der Veranstaltung und damit auch die erste Stadt, die die Meisterschaften zum zweiten Mal ausrichtete.

 

Sibelius-Denkmal: Das weltberühmte Denkmal des Komponisten Jean Sibelius von Eila Hiltunen befindet sich im Sibelius-Park. Es wurde am 7. September 1967 enthüllt. Das Sibelius-Denkmal, das an Orgelpfeifen erinnert, besteht aus geschweißtem Stahl mit über 600 Pfeifen und mit der Büste des Komponisten auf einer Seite. Das Denkmal ist eine der beliebtesten Statuen Helsinkis und eine der bekanntesten Touristenattraktionen.

Zwischen Kanonen:

Die Inselfestung Suomenlinna bei Helsinki, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist eines der beliebtesten Reiseziele in Finnland. Suomenlinna ist ein Vorort von Helsinki mit rund 800 Einwohnern. Die Festung wurde von drei historischen Epochen geprägt, als sie zuerst Schweden, dann Russland und schließlich Finnland verteidigte. In der Festung gibt es sechs Kilometer Mauern, 100 Kanonen, aufregende Tunnel und wunderschöne Parks.

Die Festung ist das ganze Jahr über mit der Fähre vom Marktplatz aus leicht zu erreichen. Die Fahrzeit beträgt ca. 15 Minuten.

Tallinn „Eine Stadt der Sagen und Legenden“

Ein Tag in Tallinn – Wir besuchen die Hauptstadt von Estland.

Wir hatten uns einen netten Stellplatz am Stadtrand von Tallinn gesucht und führen am frühen Vormittag mit dem Zug in die Stadt. Dauer ca. 40 Minuten.

Tallinn ist die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt Estlands. Tallinn liegt an einer Bucht im Norden Estlands, am Ufer des Finnischen Meerbusens der Ostsee, hat etwa 454.000 Einwohner (Stand 2023). Tallinn ist das wichtigste Finanz-, Industrie- und Kulturzentrum Estlands. Vom 13. Jahrhundert bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Tallinn in den meisten Teilen der Welt unter dem Namen Reval bekannt.

Im Jahr 1285 wurde Tallinn/Reval das nördlichste Mitglied der Hanse – einem Handels- und Militärbündnis deutscher Städte in Nordeuropa. Der König von Dänemark verkaufte Reval zusammen mit anderen Landbesitzungen in Nordestland 1346 an den Deutschen Orden. Reval war wohl der bedeutendste mittelalterliche Hafen im Finnischen Meerbusen. Reval genoss eine strategische Position an der Kreuzung des Handels zwischen dem Rest Westeuropas und Nowgorod und Moskau im Osten. Die Stadt mit etwa 8.000 Einwohnern war mit Stadtmauern und 66 Wehrtürmen sehr gut befestigt.

Am 24. Februar 1918 wurde in Tallinn die estnische Unabhängigkeitserklärung verkündet. Es folgte die kaiserlich-deutsche Besatzung bis zum Ende des Ersten Weltkriegs im November 1918, woraufhin Tallinn zur Hauptstadt des unabhängigen Estland wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Estland zunächst von der sowjetischen Armee besetzt und im Sommer 1940 in die UdSSR eingegliedert, dann von 1941 bis 1944 von Nazi-Deutschland besetzt. Während der deutschen Besatzung litt Tallinn unter vielen Bombenangriffen der sowjetischen Luftwaffe. Während des zerstörerischen sowjetischen Bombenangriffs am 9. und 10. März 1944 wurden über tausend Brandbomben auf die Stadt abgeworfen.  Nach dem deutschen Rückzug im September 1944 wurde die Stadt erneut von der Sowjetunion besetzt.

Während der Olympischen Sommerspiele 1980 wurden die Segelwettbewerbe in Pirita, nordöstlich des Zentrums von Tallinn, ausgetragen. Viele Gebäude, wie der Tallinner Fernsehturm, das Hotel „Olümpia“, das neue Hauptpostgebäude und das Regattazentrum, wurden für die Olympischen Spiele gebaut.

Im Jahr 1991 wurde die unabhängige demokratische estnische Nation wiederhergestellt und es folgte eine Zeit der schnellen Entwicklung zu einer modernen europäischen Hauptstadt. Tallinn wurde am 20. August 1991 wieder Hauptstadt eines  unabhängigen Landes. Die Altstadt wurde 1997 zum Weltkulturerbe und die Stadt war Gastgeber des Eurovision Song Contest 2002.

Einige Sehenswürdigkeiten im historischen Tallinn:

Die Stadt gliedert sich in die Oberstadt und die Unterstadt

Schloss Toompea, es verkörpert die örtliche Macht, die Machthaber wechselten jedoch mehrmals. Heute Sitz des Parlaments der Republik Estland. Höchster Turm des Schlosses „der lange Hermann“

Domkirche zu St. Marien, eine der ältesten Kirchen von Tallinn. Der Fußboden der Domkirche, die jahrhundertelang als Totengruft diente, ist mit alten Grabplatten belegt. An den Wänden hängen Wappen und Gedenktafeln der adeligen Familien, deren Familienmitglieder hier beigesetzt wurden. Auch Handwerks Gilden haben hier ihre Grabstätten.,

St. Alexander Nevsky Kathedrale, größtes kirchliches Gebäude im Baltikum. Gotteshaus mit fünf Kuppeln und drei Altarräumen bietet Platz für 1500 Menschen. Putin bezahlt jährlich 1 Millon Euro für den erhalt des Gotteshauses.

Stadtmauer mit einer höhe von 6,5 m und 2,3 m dick. Eine der stärksten Festungsmauer Nordeuropas. Die Länge betrug 2,35 km mit 45 Türmen. Heute sind noch 1,85 m der Mauer und 26 Türme sehr gut erhalten

Rathausplatz, heute der belebteste Platz der Stadt mit dem Rathaus

Olaikirche mit Kirchturm/ Aussichtsplattform 124 Meter hoch. Man kann diesen durch eine Wendeltreppe mit 350 Stufen besteigen

Blick über die Stadt Tallin von der Plattform der Olaikirche 

 

St. Katharinenpassage. In dieser malerischen Straße befindet sich die katherinenegilde, kleine Handwerksbetriebe, in denen Künstler traditionelle Glaswaren, Hüte, Quilts, Keramik, Schmuck,… verkaufen.

Markthalle beim Bahnhof

Eindrücke bei einen Rundgang einer zauberhaften Stadt

Nach einem langen, sehr interessanten Tag in Tallin kehrten wir mit dem Zug zurück zum Stellplatz und verbrachten dort noch eine Nacht.

Am 09.06. verließen wir Tallinn (vom Hafen in Muuga) mit der Fähre Richtung Helsinki um 16.30 Uhr.

Route Tallinn Helsinki

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1_OIQCXOa-3zfiR7_I2x3_7mnyFoMOxg&usp=sharing

Die Überfahrt dauerte 2,5 Stunden und war recht ruhig.

 

Auf der Insel Muhu und Saaremaa Estland

Estland, unser 1. Ziel haben wir am 1.06. erreicht. In Virtsu, im Westen Estlands, fuhren wir am Donnerstagabend noch mit der Fähre rüber zu den Inseln Muhu und Saaremaa, die wir dann 4 Tage erkundeten.

Wir starteten auf Muhu in N-Richtung an die Küstenstraße (Schotterpiste) zur „Steilküste“ von Üügu Pank“

und dann zurück zum Örtchen Liiva, wo wir gleich mal Fisch und leckeres Roggenbrot einkauften.

 

In Koguve besichtigten wir das Freilichtmuseum und erfuhren vom Leben der Bewohner der Insel vor 100 Jahren.

Weiter fuhren wir über einen Damm zur Insel Saaremaa. Die Inseln sind sehr naturbelassen und dünn besiedelt. Die Menschen leben von der Landwirtschaft und vom Fischfang. Saaremaa war während der Sowjetzeit militärisches Sperrgebiet und konnte nur mit einer Genehmigung betreten werden. So hatte die Natur viele Jahre freie Hand.

Bei Kogi unternahmen wir eine 6 km lange Moorrundwanderung, und verbrachten dort auch eine ruhige Nacht.

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Unser nächstes Ziel der Meteoritenkrater bei Kaali, größter Krater mit einem Durchmesser von 110 m. In der Umgebung findet man weitere kleinere Krater.

Meteoritenkrater bei Kaali

 

Burg Kuressare -„Arensburg“ Festung aus der Zeit der Herrschaft des Deutschen Ordens auf Saaremaa.

Zur Halbinsel Sörve, die weit ins Meer hinein nach Süden reicht und in den Weltkriegen von großer strategisch-militärischer Bedeutung war. Der schwarz-weiße Leuchtturm von Sörve ist dem Militär und dem Krieg gewidmet. Wir konnten Fischer beim Ausladen ihres Tagesfangs von Hornhechten zusehen.

Für uns gings dann wieder weiter, vorbei an einsamen Buchten und Stränden, wieder nord/westlich zum Dorf Karala, wo es seit diesem Jahr „humorvolle Kunst im Schafspelz“ gibt. Man trifft auf eine 101-köpfige Schafherde, eine Schafsarmee und weitere hübsche einzelne Steinschafe – insgesamt über 200 Schafe, die zusammen nichts anderes betreiben als Politik. Nach langer Unterdrückung von Wölfen, Bären und Füchsen, haben sie sich, unter Führung des großen Schafskopfs, in die Freiheit gebähhhhht. Einfach genial, witzig aber war!!!!

Weiter an die Nordküste zu den Klippen von Panga. Diese sind 21 m hoch und man kann sie auf einem wunderschön angelegten Wanderweg über 2,5 km erkunden. Auch ein Abstieg zum Kiesstrand war möglich.

Klippen von Panga

Flug über die Klippen von Panga

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Wanderung entlang der Klippen von Panga

Nicht weit davon entfernt findet man den Mühlenberg bei Angla, wo man ein kleines Museum und 5 funktionstüchtige Mühlen besichtigen kann. Es waren mal über 800 Windmühlen auf der Insel in Betrieb. Einzelne Mühlen findet man auch heute noch in vielen Winkeln der Insel.

Bevor es zurück aufs Festland ging besichtigten wir noch die Festung von Maasi. Sie gehörte ebenfalls dem deutschen Orden, später den Dänen und zuletzt den Schweden bevor sie im 16. Jh. zerstört wurde. Man kann heute Teile der freigelegten Burg besichtigen.

Am 5.06. fuhren wir zurück aufs Festland von Estland und mit einem Zwischenstopp, an einem ruhigen See, in die Hauptstadt nach Tallinn.

Jetzt geht´s in die estnische Hauptstadt…..

Route auf den Inseln Muhu und Saaremaar

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=12MtoILRhTOmFOiE9jwlIwa0e6tJ6mj8&usp=sharing

Auf in den Norden

Nach einem gemütlichen Frühstück mit Anja, Sandra und Volker geht unsere Reise Richtung Finnland, am 29.05.2023 los. Unterwegs besuchen wir noch unsere Freunde Michaela und Günther in Theresienfeld auf ein Kaffeetratscherl.

Es geht dann auf direktem Weg, überwiegend auf Landstraßen, (mit 4,5 to. Gesamtmasse wird es schwierig die verschiedenen Mautboxen zu besorgen), durch Tschechien, Polen, Litauen und Lettland bis Estland und dort zum Fährhafen Virtsu. Nach 3,5 Tagen und gefahrenen 2000 km setzen wir mit der Fähre auf die Insel Muhu über, wo dann unsere Reise so richtig beginnt.

Fahrtroute Leoben – Estland

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=12MtoILRhTOmFOiE9jwlIwa0e6tJ6mj8&usp=sharing

der Süden Litauens

Kernave an der Neris, Nord/Westlich von Vilnius

Das Städtchen war bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt. Es ist berühmt für seine fünf Burghügel die während der Eiszeit entstanden sind und auf denen später die litauischen Fürsten stattliche Burgen bauten. Von diesen ist heute nichts mehr zu sehen, doch kann man die Hügel besteigen und von dort die herrliche Aussicht auf die Neris genießen und ein rekonstruiertes Dorf/Freilichtmuseum besichtigen. Der  Ort selbst war einst ein blühendes  Handelsstädtchen, wurde aber von den Kreuzrittern zerstört und die Stadt von einer dicken Erdschicht zugedeckt. Kernave wird daher oft auch „das litauische Troja“ genannt. Seit 1990 finden systematische Ausgrabungen statt. Das Gelände mit den Schüttburgen steht seit 2004 als Kulturreservat Kernave unter dem Schutz der UNESCO. Ein ganz toll aufbereitetes Museum zeigt Ausgrabungsfunde und informiert über die Siedlungsgeschichte.

Sehenswert ist auch die rote Kirche von Kernave.

Die Burg von Trakai

Trakai war im 14. Und 15. Jahrhundert die Hauptstadt Litauens und die Burg im See der Sitz der litauischen Großfürsten. Die Lage des Ortes und der roten Wasserbug, mitten im Insellabyrinth des Galvesees, schützte vor Angriffen des Deutschen Ordens. Die restaurierte Wasserburg ist heute über eine Holzbrücke mit dem Dorf verbunden und wird von fast jedem Urlauber besucht. Wir ließen uns den Anblick auch nicht entgehen.

Im Nationalpark Dzukija

Diese waldreiche Region von Dzukija und Suvalkija befindet sich in Litauens Süden an der Grenze zu Polen und Belarus, ist sehr dünn besiedelt und wird vom Fluss Nemuna (Memel) durchquert.

Unser Ziel war der kleine Ort Marcinkonys, wo wir mal unsere Wanderschuhe auspackten. Wir machten uns auf den 13km langen Wanderweg durch die unberührte Naturlandschaft des größten Nationalparks Litauens mit seiner besonderen Flora und Fauna. Man geht durch urwüchsige Kiefernwälder mit Flechten, Moosen und Heidekraut. Zu dieser Jahreszeit sieht man Unmengen von Pilzen die man nicht suchen muss, die sind einfach überall.  Entlang von Mooren, kleinen Seen und immer wieder mal einem Dörfchen, überquert man mal einen kleinen Fluss und eine Wanderdüne. Es war für uns ein Tag wie in einer Märchenwelt.

Am nächsten Tag besuchten wir noch das Städtchen Merkine an der Memel mit einem gewaltigen Aussichtturm, von dem man einen tollen Blick auf die Umgebung hat.

Im 2. Weltkrieg wurde auch hier, wie in so vielen anderen Orte,  die jüdische Bevölkerung (über 800 Menschen, davon 400 Kinder) von den Nationalsozialisten ausgelöscht. An diese Menschen erinnert der jüdische Friedhof und die Gedenkstätte der ermordeten Juden.

In Merkine und den umliegenden Dörfern wird die berühmte schwarze Keramik hergestellt. Dafür wird Lehm nach alten und wohlgehüteten Rezepten unter Beifügung von Fichtenharz in der Erde gebrannt. Wir besuchten einen Töpfer und erstanden natürlich ein Souvenir.

Reisen ist Freiheit